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HBK Braunschweig verabschiedet Prof. Ulrich Eller

24.09.2020


Prof. Ulrich Eller, Foto HBK


Die HBK Braunschweig verabschiedet ihren langjährigen Professor für Klangkunst, Prof. Ulrich Eller, der zum 1. Oktober 2020 seinen Ruhestand antreten wird.

Ulrich Eller, geboren 1953, studierte an der HDK Berlin. Seit 1981 arbeitet der Dokumentateilnehmer (d8) im grenzüberschreitenden Genre installativer Klangkunst. Seine künstlerischen Arbeiten waren in zahlreichen Ausstellungen national und international zu erleben. Seit 2004 ist er Professor für das Fach Klangskulptur/ Klanginstallation an der HBK Braunschweig. 

Damit hat Professor Eller seit nunmehr 16 Jahren den Bereich für Klangkunst an der HBK maßgeblich aufgebaut, geprägt und dabei das künstlerische Arbeiten mit Klang und die Grenzen zwischen Objekt, Skulptur, Installation, sowie zwischen Musik, Performance und Bildender Kunst verwischt. Die Resonanzen und Eigenklänge von Materialien, Körpern und Architekturen waren dabei ebenso von Interesse, wie der akustische Raum als Hörraum oder die bühnenbezogene Aufführung von Klangperformances. Einen besonderen Schwerpunkt bildeten die akustischen Installationen in der konkreten Situation von Gebäuden, dem urbanen Außenraum und in der Natur.

Zahlreiche Meisterschüler*innen und Preisträger*innen hat er in ihrem Studium der Klangkunst begleitet wie Heiko Wommelsdorf, Dennis Graef sowie Tamaki Watanabe und Walter Zuborg. Darüberhinaus gehörte er zu den langjährigen Jurymitgliedern im Bereich Klangkunst für die internationale Stipendienvergabe der künstlerischen Nachwuchsförderung an der HBK Braunschweig und des Landes Niedersachsen "Artist in Residence - Braunschweig Projects".

Ulrich Eller thematisiert in seinen Arbeiten den Bereich zwischen Hören und Sehen. Es entstanden kompositorische Werke für konkrete Räume, bildnerische Arbeiten als Transformation ins Visuelle, oder Skulpturen, in denen die Klänge der Materialien untersucht wurden. Ulrich Eller versteht seine Arbeiten als Prozessdemonstrationen in der Balance von exakter Kalkulation und Zufallsaspekten. Die dabei entstehenden Hörereignisse sind maßgeblich bedingt durch die Wahl des Arbeitsmaterials. Sein wesentliches Interesse gilt einer Erweiterung des Skulpturbegriffs als Beitrag zum Verständnis der konkreten Musik, basierend auf dem Geräusch - einer Augenmusik, die auf die Analogie visueller und auditiver Zeichenschöpfung verweist.

Noch im letzten Jahr wurde in der HBK-Galerie/ Johannes-Selenka-Platz seine Ausstellung „Gleichzeitige Resonanzen“ präsentiert, in der seine begehbaren Sound-Installationen erfahrbar wurden.


Ausstellungsansicht „Gleichzeitige Resonanzen“, Ulrich Eller, 2019, HBK-Galerie, Foto Martin Salzer, HBK


Zuletzt bearbeitet von Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation und Medien, Brigitte Kosch

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