Martin Krenn wird Professor am Institut FREIE KUNST

08.10.2020

Martin Krenn, Foto Pamela Draxler

Vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur wurde zum Wintersemester 2020 Martin Krenn zum Professor am Institut FREIE KUNST berufen. Der Künstler besetzt fortan die Professur „Freie Kunst mit dem Schwerpunkt Kunstvermittlung".

Drei Fragen an Prof. Dr. Martin Krenn:

Was steht im Mittelpunkt ihrer Arbeit?

Ich verschränke in meiner Praxis Kunst mit sozialem und gesellschaftspolitischem Engagement. Meine Projekte, Fotoarbeiten und Installationen im öffentlichen Raum widmen sich schwerpunktmäßig der Rassismuskritik, sowie der Erinnerungs- und Gedenkarbeit.

Was können die Studierenden thematisch in ihrem Studium von Ihnen erwarten?

Das Studium der Kunstvermittlung befähigt dazu, differenzierte und neuartige Vermittlungsmethoden zu entwickeln und zu reflektieren. „Dialogische Kunst“, ein Begriff der jüngeren Kunstgeschichte, in welchem künstlerische Praxis und Vermittlung ineinander fallen, bildet hierfür eine der Grundlagen. Dialogische Kunst geht von der ästhetischen Erfahrung des Alltags aus und interveniert konkret in soziale Verhältnisse. In diesem Sinne werden im Laufe des Studiums künstlerische Vermittlungsprojekte zu sozialen und politischen Themen konzipiert und umgesetzt. Dabei wird auch der Austausch und die Zusammenarbeit mit und die Partizipation von benachteiligten Gruppen (z.B. jugendliche Asylsuchende, pflegebedürftige Menschen oder von Wohnungslosigkeit betroffene Menschen) angestrebt.

An welchen aktuellen Themen arbeiten Sie, beschreiben Sie eines Ihrer Projekte?

Mit Aisling O’Beirn von der Ulster University in Belfast realisierte ich das Projekt “Transforming Long Kesh/Maze Prison”, das sich mit dem kulturellen Erbe Nordirlands auseinandersetzt. Das Projekt erforscht die Möglichkeiten des Gedenkens und der Friedensstiftung im Nordirlandkonflikt.

Ausführliches Interview in der Pressemitteilung

Zuletzt bearbeitet von Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation und Medien, Brigitte Kosch

 

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