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Veranstaltungsreihe Medien/Zukünfte

Eine Ringvorlesung in Kooperation von HBK und TU Braunschweig.

Kategorien
Kommunikationsdesign, Industrial Design, Medienwissenschaften

Veranstaltungsart
Vorträge

Ort der Veranstaltung

Datum
13.06.2017

Uhrzeit
18:30

Medien / Zukünfte Vortragsreihe


Wie sind die Medien der Zukunft gestaltet und wie gestalten Medien Zukünfte?
Wie entwerfen unterschiedliche Szenarien Medien der Zukunft? Wie setzen Szenarien Medien ein, um Zukunft zu entwerfen?
Welche Rolle spielen also Medien als Gegenstände und Produktionsmittel von Zukunftsszenarien?

In der Ringvorlesung stellen Praktiker*innen und Forscher*innen unterschiedliche Medien/Zukunfts-Szenarien vor.
Mit Vortragenden aus den Bereichen Design, Anwendungs-, Mobilitätsentwicklung, eLearning und Zukunftsforschung erläutern ihre Modelle und Methoden.

Eine Kooperationaprojekt von Transformation Design und Medienwissenschaften der HBK Braunschweig und der Projektgruppe Lehre und Medienbildung der TU Braunschweig.

Verantwortliche Vizepräsidentin: Prof. Dr. Simone Kauffeld, Vizepräsidentin für Lehre und Diversity


Programm:

18.04.2017, 18:30 Uhr
Die Zukünfte der Medien und die Paradoxien der Universität
Prof. Dr. Rainer Leschke, Medienwissenschaftliches Seminar,
Universität Siegen

Prof. Dr. Rainer Leschke beschäftigt sich in seinem Vortrag mit der Zukunft von Medien und der Zukunft der Universität. Hierbei geht es weniger um fantastische oder spektakuläre Imaginationen oder Spekulationen über Zukünfte. Vielmehr unterzieht Rainer Leschke die Erstellung und Verwendung von Zukunftszenarien einer kritischen Prüfung.


02.05.2017, 18:30 Uhr
Digitalisierung der Mobilität. Chancen und Risiken

Prof. Dr. Stephan Rammler, Institut für Transportation Design, HBK Braunschweig
Prof. Dr. Karsten Lemmer, Deutsches Zentrum für Luft und Raumfahrt

Die Mobilitätswirtschaft ist zur Zeit eines der dynamischsten Experimentier- und Anwendungsfelder digitaler Technologien und Medien. Die Versprechen sind groß, die möglichen Schattenseiten und Probleme ebenso. Vor diesem Hintergrund diskutieren ein Ingenieur und ein Sozialwissenschaftler und Gestalter, die sich von Beginn der Digitalisierungsdebatte an konzeptionell und praktisch intensiv mit dem Themabeschäftigt haben.
 

16.05.2017, 18:30 Uhr
Wissensräume in Industrie 4.0. smart.adaptiv.vernetzt.erfahrbar.
Prof. Dr. habil. Christoph Igel, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz

Die zweite Digitalisierungswelle und das Internet der Dinge verändern Arbeit und Qualifizierung in Produktion und Fertigung grundlegend. Seit mehreren Jahren rückt daher das Arbeitsplatz-nahe Lernen und die Qualifizierung auf dem Shopfloor verstärkt in den Mittelpunktvon Forschung und Entwicklung. Ob der Einsatz von Assistenzdiensten zur Unterstützung informeller Qualifizierung mit und an cyber-physischen Produktionssystemen, die Verwendung von Mensch-Maschine-Computer-Schnittstellen mit augmentierter Realität in digital unterstützten Echtzeit-Räumen oder auch die Nutzung von Methoden der künstlichen Intelligenz zur Individualisierung von Wissensdiensten durch Adaptivität. Der Vortrag wird einen Einblick in laufende Forschungsprojekte zu Wissensräumen in der Industrie 4.0 geben. Anhand von Beispielen aus dem Anlagen- und Maschinenbau und der Luftfahrtindustrie werden konkrete Anwendungsszenarien vorgestellt.


23.05.2017, 18:30 Uhr
Microsoft HoloLens und die Zukunft von Mixed Reality

Lars Keller, Technical Evangelism Manager, Microsoft Deutschland

Mit dem Erscheinen der Microsoft HoloLens ist im letzten Jahr das Zeitalter von Mixed Reality angebrochen. Neue Hardware und Entwicklungsplattformen bieten für Unternehmen und Nutzer neue Interaktionsmodelle und bisher nicht dagewesene Erlebnisse. Schon jetzt gibt es interessante erste Einsatzzwecke für Mixed Reality-Technologien in verschiedensten Branchen. Das Spektrum reicht von Wartungsszenarien im Industrieumfeld bis hin zu neuartigen Möglichkeiten des Lernens. In diesem Vortrag werden Sie die Technologie hinter der Microsoft HoloLens näher kennen lernen, mehr über die Windows Holographic Platform erfahren und erleben wie nah die Zukunft von Mixed Reality schon ist. Hierfür gibt es neben einem technischen Einblick zudem einige spannende Eindrücke in die ersten praktischen Einsätze der Technologie.

 

06.06.2017, 18:30 Uhr
extrapolate everything – Design für eine post-humane Welt
Paul Kolling und Paul Seidler, Augmented Autonomy

Die Berliner Künstler und Designer Paul Kolling und Paul Seidler spekulieren, wie postanthropzentrische Ökologie im digitalen Zeitalter aussehen könnte:
Ein Wald wird sich mithilfe von Blockchain-Technologie selbst kaufen und damit den globalen forstwirtschaftlichen Verwertungszwängen entzogen werden.

Ausgehend von dem Kunstprojekt terra0 werden in dem Vortrag Design- und Gestaltungsstrategien zur Entwicklung von Prototypen jenseits eines reinen Anthropozentrismus vorgestellt.

Paul Kolling arbeitet an der Schnittstelle zwischen Kunst und Design. Er studiert Visuelle Kommunikation in der New Media Class von Joachim Sauter und Jussi Ängeslevä an der Universität der Künste in Berlin. Seine Projekte bewegen sich zwischen Design Research, Medienkunst und Industriedesign und untersuchen die Interaktion zwischen (neuen) Materialien, Dingen und aufkommenden Technologien.

Paul Seidler (1988) studiert visuelle Kommunikation mit einem starken Fokus auf Medienkunst an der Universität der Künste in Berlin bei Joachim Sauter. Seit Anfang seines Studiums 2013 arbeitet er in diversen universitätsinternen Forschungseinrichtungen wie dem Design Research Lab und der Hybrid Plattform. Seine Arbeiten werden unteranderem bei der Transmediale sowie im der Ars Electronica gezeigt.

 

13.06.2017, 18:30 Uhr
Digitaler Wandel der Öffentlichkeit
Lorena Jaume-Palasí, AlgorithmWatch

Die Digitalisierung schafft neue Möglichkeiten der Entstehung und Gestaltung des Öffentlichen. Sie bringt neue Akteure hervor, die neue Formen des Öffentlichen (mit-) moderieren. Die einst räumliche Trennung zwischen Privat und Öffentlichem - die eigene Wohnung und der Marktplatz - wird vom Digitalen aufgehoben. Zugleich findet eine Privatisierung des Öffentlichen durch rechtliche Rahmenbedingungen statt. Hinzu kommen Regelungsansätze, die auf scheinbar neue Phänomene und zusätzlichen Schutz des Privaten gerichtet sind. Vor diesem Hintergrund stellen sich die Fragen: Beachten wir das tradierte Gleichgewicht von privat und öffentlich? Brechen wir mit tradierten rechtlichen und ethischen Grundsätzen des Öffentlichen ohne uns dessen bewusst zu sein? Und nutzen wir wirklich die Chancen, die uns die Digitalisierung bringt?

Lorena Jaume-Palasí forscht zu Rechtsphilosophie und politischer Philosophie im digitalen Zeitalter und fokussiert sich auf die zeitgenössische Vorstellung und die Dynamiken digitaler Öffentlichkeit und Privatheit, insbesondere auf ethische Konflikte und Normen. Unter anderem beriet sie als eine von acht externen Experten Googles Advisory Council zum Thema „Recht auf Vergessen“. Sie ist Gründerin der Dynamic Coalition on Publicness des Internet Governance Forums der Vereinten Nationen (UN IGF) und Mitglied im Expertenbeirat der internationalen Initiative “Code Red” gegen Massenüberwachung. Derzeit ist sie Bucerius-Fellow der ZEIT Stiftung.

Weitere Termine und Informationen zur Veranstaltungsreihe finden Sie unter:

Ausführliches Programm
www.medienbildung-blog.tu-braunschweig.de

Zuletzt bearbeitet von Sabine Maag, Veranstaltungsmanagement

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