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Nadine Dannenberg: Vlogging Asexuality.

Subjektkonstitutionen zwischen Surveillance und Empowerment

Kategorien
Medienwissenschaften

Veranstaltungsart
Vorträge

Ort der Veranstaltung

Datum
13.06.2017

Uhrzeit
15:00

Wer bin ich, und warum, und was meinen meine Fans dazu? Wer sich mit automedialen Subjektkonstitutionen im 21. Jahrhundert beschäftigt, kommt an Social Media nicht mehr vorbei. Insbesondere queere* Identitäten haben auf Plattformen wie YouTube gegenöffentliche Spielräume gefunden, in denen ein Denken in bipolaren Differenzen zunehmend unangemessen und zugleich ü̈beraus maßgeblich erscheint. So ist etwa das Coming Out Video ebenso als Moment einer Selbstoffenbarung, einer genregebundenen Performance wie auch einer fremdbestimmten Kontrolle zu verstehen, in dem auf mehreren Ebenen sensible, personenbezogene Daten verhandelt werden. Der dabei entstehende Machtkampf um Deutungshoheit über das (eigene und andere) Selbst im Fadenkreuz von Ermächtigung und Überwachung soll im Vortrag anhand ausgewählter Fallbeispiele aus einer (angloamerikanischen) asexuellen YouTube-Vlogosphäre näher erörtert werden, wobei hier das Sujet der Abwesenheit eines sexuellen Begehrens vor ganz eigene Herausforderungen stellt.

Gastvortrag im Rahmen des Seminars "Was war privat?" von Prof. Dr. Ulrike Bergermann.

Zuletzt bearbeitet von Sabine Maag, Veranstaltungsmanagement

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