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Ringvorlesung Medien / Zukünfte

Praktiker*innen und Forscher*innen geben Einblicke in Medienbildung und Nachhaltigkeitsdesign für wünschenswerte Zukünfte.

Kategorien
Industrial Design, Medienwissenschaften

Veranstaltungsart
Vorträge

Ort der Veranstaltung
HBK Braunschweig, Aula und TU Braunschweig, Raum PK 4.3, Pockelsstr. 4, 38106 Braunschweig

Datum
29.05.2018

Datum
12.06.2018

Datum
26.06.2018

Uhrzeit
18:30

Ringvorlesung Medien / Zukünfte


Wie sind die Medien der Zukunft gestaltet und wie gestalten Medien
Zukünfte? Welche (Medien-)Bildung braucht Nachhaltigkeit? Und was ist
nachhaltige Medienbildung? Wie setzen Designer Medien und Technologien
ein, um nachhaltige Zukünfte zu entwerfen.

Eine Kooperation der Studiengänge Transformation Design und Medienwissenschaften der HBK Braunschweig und dem Bereich Medienbildung der TU Braunschweig.

Termine:
Veranstaltungsbeginn jeweils um 18:30 Uhr

10.04., HBK, Geb. 01, Raum 304:
Simon Kiepe (Open State, Berlin): Transition by design – not disaster
Die Menschheit ist grundlegend auf dem richtigen Weg.
Vor dem Hintergrund der unzähligen Krisen unserer Zeit würde das wohl niemand unterschreiben, der die Welt mit offenem Herzen betrachtet. Transformation ist notwendig: Doch müssen wir dafür gegen die Wand fahren, oder schaffen wir es, das Ruder herum zu reißen?
Open State ist davon überzeugt, dass sich Transformation gestalten lässt. Dafür entwickeln wir geschützte Erfahrungsräume, in denen Organisationen, Unternehmen und Individuen kulturelle und systemische Alternativen testen und er/leben können. Durch echte Erfahrungen kann die Transformation beim Einzelnen beginnen, sich in kulturellem Wandel ganzer Systeme entfalten und schliesslich zu zukunftsfähigen Organisationen, Prozessen und Produkten führen.

24.04., TU, Raum PK 4.3:
Prof. Dr. Christoph Meinel (HPI/Uni Potsdam): Digitalisierte Welt - Digitalisierung der Bildung
Der Potsdamer Informatikprofessor Prof. Dr. Christoph Meinel spricht über die Auswirkungen und das Potential der Digitalisierung auf Bildung und stellt ein Tele Task_portal und eine MOOC-Plattform vor.
Die digitale Transformation erfasst immer weitere Teile unserer Gesellschaft und verändert einschneidend unsere ganze Lebenswirklichkeit. Mit der umfassenden Verbreitung digitaler Medien verändert sich auch die Art, wie wir lernen und lehren. Am Hasso-Plattner-Institut haben wir uns über viele Jahre intensiv mit diesen Veränderungen auseinandergesetzt und verschiedene Formen digitaler Bildungsmedien konzipiert, entwickelt,erprobt und erforscht. So sollen im Vortrag zum einen das Tele-Task-Portal www.tele-task.de vorgestellt werden mit seinen vielen Tausenden Vorlesungs- und Vortragsaufzeichnungen, und zum anderen auf die am HPI entwickelte erste europäische MOOC-Plattform open.HPI.de eingegangen werden. Insbesondere die Beschäftigung mit den MOOCs – Massive Open Online Courses hat uns von dem großen Nutzungspotential digitaler Medien für Bildungszwecke nicht nur in der Universität überzeugt.

08.05., HBK, Aula:
Die kollaborative Stadt – gemeinsame Räume neu verhandeln? Podiumsdiskussion mit
Prof. Saskia Hebert
(HBK BS), Prof. Folke Köbberling (TU BS) und Dr. Sebastian Schlüter (MitOst e.V., Berlin)
Die Frage, wem die Stadt gehört, ist vermutlich so alt wie die Stadt selbst. Neue Aktualität erfährt sie derzeit vor dem Hintergrund einer Debatte, die nicht nur eine hoffentlich nachhaltigere Zukunft, sondern auch deren Gestaltbarkeit einfordert. Aber wer gestaltet hier eigentlich was – und für wen? Fungiert die Stadt eher als Differenzmaschine, die entlang von Grundstücksgrenzen Ausschließungen definiert, oder mehr als „gemeinsamer Grund“ einer mündigen Stadtgesellschaft? Können wir, die Bürgerinnen und Bürger von Städten, das beeinflussen und wenn ja: wie?
Die Podiumsdiskussion nähert sich diesen Fragen anhand von Impulsvorträgen aus verschiedenen Perspektiven. Die Vortragenden werden anschließend miteinander und mit dem Publikum darüber diskutieren, welche Rolle Planung und Aktivismus, Kunst und Transformationsdesign hier spielen – und wie die Stadt selbst auf diese Weise zum Ort und zum Medium einer (künftigen) Bildungslandschaft werden kann.

29.05., TU, Raum PK 4.3:
Prof. Dr. Benjamin Jörissen (FAU Erlangen-Nürnberg): Affordanz und (Nicht-) Affirmation. Compliance und digitale Designs.
„Design“ stellt nicht „Dinge“ oder „Designobjekte“ her, sondern seine ästhetischen Formgebungen konzipieren Relationen zwischen Dingen, materiellen Umwelten und Lebewesen. Zum manifesten Objekt wird das Design erst als Verhältnis zu diesen antizipierten Relationen, die ihrerseits mithin auf normativen Grundlagen basieren. Als Objekt jedoch, als designtes Ding oder designte Umgebung, trägt es struktural diese antizipierten Relationen als Potenzial ihrer je konkreten Verwirklichungen in sich. Die solchermaßen aus einer umfassenden Vorwegnahme späterer Relationierungsszenarien hervorgehende, immer schon ökonomische (auf industrielle Massenherstellung ausgerichtete) Designwelt stellt, wissenstheoretisch betrachtet, ein völlig anderes Paradigma dar als die sukzessive Formung von Gegenständen aus historisch relativ invariablen Erfahrungszusammenhängen heraus, wie sie für vormoderne Dingwelten typisch war. Design stellt jeweils Angebote bereit, auf bestimmte Weise zum Nutzer eines Dinges zu werden. Praktiken im Umgang mit Dingen, die sich als „Nutzung“ verstehen, sind auch Praktiken des Selbst, die den „Nutzer“ (oder auch den „Konsumenten“, den affirmativen, kritischen oder goutierenden „Rezipienten“, den kreativ sich artikulierenden „Prosumenten“) als eine Weise des Selbstverständnisses überhaupt erst hervorbringen. Die Regelmäßigkeit affirmativer Gebrauchsformen lässt Subjekte zu den Nutzern und Objekte zu den affordanten „Devices“ werden, die ein Design projektiert: ein Prozess, der mithin „compliance“ (Butler 2001, 22) – ein Einverständnis oder auch nur eine Inkaufnahme, die de facto eine Anerkennung darstellt – beinhaltet.
Das Verständnis digitaler Designs wird wesentlich durch die jüngeren Beiträge der software studies erweitert – diese verweisen auf eine totalisierte Machtförmigkeit von Software (vgl. Chun), die materiellen Designs in dieser Form nicht eignet. Der Vortrag verfolgt die Frage, wie compliance mit digitalen Designs in bildungstheoretischer Perspektive zu verstehen ist – und was daraus, etwa für Konzepte der Medienbildung, folgt.

12.06., HBK, Aula:
Prof. Dr. Birgit Schneider (Uni Potsdam): Transformation als Aufgabe für Co-Designs im Zeitalter der »Climate Services«
Im Vortrag werden Onlineplattformen wie Global Forest Watch zur Diskussion gestellt, die über die Veröffentlichung globaler, geographischer Daten vom Wissen zum Handeln führen sollen. Dies entspricht der Umsetzung der so genannten Climate Services, definiert als die Transformation von klimabezogenen Daten in anwenderbezogene Produkte, die bei den Entscheidungen von Einzelpersonen und Organisationen helfen (WMO). Die Beispiele werden kritisch daraufhin beleuchtet, inwiefern ihre mediale und institutionelle Struktur so angelegt ist, dass auch lokales, situiertes Wissen fruchtbar gemacht werden kann – oder inwiefern sie globalen Lösungsstrategien verhaftet bleiben, die globales Wissen über lokales stellen, indem sie regionales Wissen durch Prozesse des „Downscalings“ erzeugen. Wenn hierbei vor allem Karten zur Anwendung kommen, welche Lösungspfade geben die Weltkarten selbst bereits vor? Gibt es eine (neoliberale, imperiale) Macht der Karten und Diagramme, die der Beteiligung von lokalem Wissen widersprechen? Welche Beispiele gibt es, die im Gegensatz zu vielen Top-Down-Plattformen von vor Ort aus agieren oder sogar in Form von Co-Designs und Citizen Science Daten verbinden und so eine Macht von unten entfalten?

26.06.2018, TU, Raum PK 4.3:
Prof. Dr. Michael Marmann
(Hochschule Düsseldorf): Agile Lernsettings zur Entwicklung der digital literacy – Perspektiven für die Hochschullehre
Die Buzzwords Agilität und Digitalisierung sind in aller Munde. Durch den damit verbundenen digitalen Wandel benötigt der Arbeitsmarkt Personal mit hoher Digitalkompetenz, und zwar über alle Branchen und Berufsprofile hinweg. Doch wie lässt sich das erreichen? Welchen Part können und sollten Hochschulen in der Entwicklung der digital literacy übernehmen? Anhand konkreter Beispiele aus der Lehrpraxis zeigt der Vortrag auf, wie agile Konzepte und digitale Medien in neuen Lernsettings zusammenwirken können, um die Studierenden besser auf eine zunehmend digitalisierte Lebens- und Arbeitswelt vorzubereiten.

Weitere Informationen:

Zuletzt bearbeitet von Sabine Maag, Veranstaltungsmanagement

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