Zur Navigation - Metanavigation überspringen |
Zum Inhalt - Navigation überspringen |
Zur Marginalspalte - Inhalt überspringen |

Drei neue Dorothea-Erxleben Stipendiatinnen an der HBK Braunschweig

Das Land Niedersachsen und die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig haben im Rahmen des Dorothea-Erxleben-Programms drei Stipendien für den Zeitraum von 2019 bis 2021 vergeben. Die aus 101 Bewerbungen ausgewählten Stipendiatinnen sind Helene Appel (Malerei), Pauline M’Barek (Performance) und Kerstin Ergenzinger (Klangkunst).

Die drei Künstlerinnen erhalten eine monatliche Förderung in Höhe von 1.750 Euro über einen Zeitraum von zwei Jahren zuzüglich eines 250 Euro Sach- und Reisekostenzuschusses und bei Vorliegen der Voraussetzungen eines Kinderzuschlags. Für die Entwicklung eines Projektes in der Lehre stehen zusätzlich 5.000 Euro zur Verfügung. Ziel des Stipendiums ist die Qualifizierung von Künstlerinnen für eine Professur.

Das Dorothea-Erxleben-Programm ist Teil der künstlerischen Nachwuchsförderung des Landes Niedersachsen und trägt zur Chancengleichheit für Frauen an den Hochschulen bei. Die Künstlerinnen beteiligen sich im Rahmen dieses Stipendiums über zwei Jahre an Lehre und Forschung der Hochschule und sind verpflichtet, einen Lehrauftrag bis zu zwei Semesterwochenstunden anzunehmen. Zum Abschluss stellen sie ein künstlerisches Projekt in einer Ausstellung, Aufführung oder in einer anderen äquivalenten Form vor.

Die Ausschreibung des Dorothea-Erxleben-Programms geht in diesem Jahr in die 10. Runde, insgesamt wurden bislang 29 Künstlerinnen im Rahmen der künstlerischen Nachwuchsförderung intensiv gefördert.

Für Rückfragen und die Vermittlung von Interviews steht Ihnen die Pressestelle der HBK Braunschweig zur Verfügung.


Informationen zu den Stipendiatinnen

Helene Appel

Helene Appel lebt und arbeitet in Berlin und erhielt ein Stipendium im Bereich Malerei.
"Helene Appel ist eine Künstlerin mit hoher Integrität – ihre Arbeiten sind sinnliche Einblicke in eine sensible Sachlichkeit. Die extraordinäre Genauigkeit in der Betrachtung spiegelt eine tiefe Verbindung zwischen Motiv und dem gemalten Bild wider. Das Unspektakuläre wird das große Mirakel – dem Unscheinbaren wird die gesamte Aufmerksamkeit gewidmet. Helene Appels Arbeit folgt kompromisslos einer malerischen Untersuchung – eigenwillig trifft sie eine sehr reflektierte Wahl der technischen Mittel, jeweils der Intimität der Motive entsprechend. Und noch ist Raum für Poesie." (Text: Olav Christopher Jenssen)

Pauline M’Barek

Pauline M’Barek lebt und arbeitet in Köln und erhielt ein Stipendium im Bereich Performance.
"Die Künstlerin Pauline M'Barek untersucht inhaltliche und strukturelle Analogien zwischen wissenschaftlichen Modellen und kognitiven Prozessen. In ihren beeindruckenden multimedialen
Inszenierungen nimmt sie optische, materielle und konzeptuelle Umstülpungen vor und präsentiert eine Welt, in der die Sinne eine zentrale Rolle spielen." (Text: Corinna Schnitt)

Kerstin Ergenzinger

Kerstin Ergenzinger lebt und arbeitet in Berlin und erhielt ein Stipendium im Bereich Klangkunst.
"Ihre im Kontext der raumbezogenen situativen Installationen angesiedelten Arbeiten eröffnen nicht nur ein überraschend intensives Zuhören sondern bieten ein außergewöhnliches Angebot der Rezeption von audio-visuellen Prozessen. Zur Anwendung kommen eigenständig agierend technische Impulse von unterschiedlichen reaktiven Systemen, die auf der Basis algorithmischer Daten gezielt Geräusch- und Klangphänomene erzeugen und steuern. Infrarot Bewegungsmelder, Geophone, Seismometer können dabei sowohl als Datenmaterial für Geräusch/Klang Transformationen dienen, als auch für mechanische Vorgänge. Die besondere Qualität in der künstlerischen Arbeit von Frau Kerstin Ergenzinger liegt hier in den angebotenen Formfindungen, einer Symbiose aus neuen Hörerfahrungen im Raum und einer nur diesem Zweck dienenden visuellen Inszenierung." (Text: Ulrich Eller)

Mitglieder der Jury:

• Frau Prof. Dr. Susanne Pfleger, Leitung Städtische Galerie Wolfsburg
• Prof. Ulrich Eller, Professur Freie Kunst/ Klangkunst, HBK Braunschweig
• Prof. Olav Christopher Jenssen, Professur Freie Kunst/ Malerei, HBK Braunschweig
• Prof. Corinna Schnitt, Professur Freie Kunst/ Film- und Videokunst, HBK Braunschweig
• Frau Claudia Idel, MWK, Hannover, Rechtsaufsicht/ Beratung

Zuletzt bearbeitet von Kommunikation und Medien