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BS PROJECTS: Die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten stehen fest

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK) ermöglichen Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt einen Arbeitsaufenthalt in Niedersachsen.

Insgesamt acht Talente aus der Klangkunst und der Bildenden Kunst werden durch Stipendien des Förderprogramms Braunschweig PROJECTS unterstützt. Diese umfassen eine monatliche Förderung in Höhe von 1.250 Euro, einen projektabhängigen Zuschuss für Sach- und Reisekosten sowie Wohnung und Atelier in Braunschweig. Zudem werden die Stipendiaten durch Mentoren betreut. Das Programm ermöglicht darüber hinaus eine weite Vernetzung mit Institutionen aus Niedersachsen und Partnern in Europa und Amerika.

„Die Stipendien ermöglichen künstlerische Freiheitsgrade abseits materieller Zwänge. Künstlerinnen und Künstler können sich so mit voller Kraft ihrer Kreativität und der Entfaltung ihres Talentes widmen. Das Stipendienprogramm unterstützt zudem den anregenden Austausch und hilft, voneinander zu lernen“, so Kulturministerin Professor Dr. Johanna Wanka.

Rund 130 Bewerberinnen und Bewerber hatten sich um die Stipendien beworben. Aus ihnen wählte je eine Fachjury fünf Bildende Künstler und drei Klangkünstler als neue Braunschweig PROJECTS-Stipendiaten aus. Die Stipendien, für die das Land Niedersachsen insgesamt 180.000 Euro bereitstellt, starten zum 1. November dieses Jahres. Zu den Landesmitteln kommen Eigenleistungen der HBK sowie weitere Unterstützungen durch Partner (u.a. Schwabe-Stiftung Kuchelberg) hinzu.


Die fünf Stipendien für Bildende Kunst gehen an:

Sunette Viljoen, geb. 1985, aus Kapstadt, Südafrika
In modellhaft geschaffenen Räumen verbindet Sunette Viljoen Auseinandersetzungen mit Raum, Material und Bild und schafft eine komprimierte Intensität, die ihre Arbeit heraushebt.

Ivan Grubanov, geb. 1976, aus Crepaja, Serbien
Der Künstler verfolgt einen zeichnerischen Ansatz, den er aus gesellschaftlichen Zusammenhängen entwickelt. In seiner Arbeit setzt er sich mit Propaganda des Ostblocks auseinander ohne in die Zitierung politischer Floskeln zu verfallen. Seine Narrationen brechen die offizielle Geschichtsschreibung und Monumentalität der Propaganda.

Laure Cottin Steffanelli, geb. 1985, aus Jouy en Josas, Frankreich
Alltägliche, vertraute Fotografien überführt Laure Cottin Steffanelli durch fast beiläufige Details und Blickwinkel in Bilder, die über die Abbildung hinausweisen und eigene, rätselhafte Erzählungen andeuten. In den atmosphärischen Filmen laufen Text und Bild gegeneinander und evozieren Gefühls- und Erinnerungsbilder.

Miks Mitrevics, geb. 1980, aus Riga, Lettland
Miks Mitrevics arbeitet überwiegend im Medium Installation. In seiner Arbeit setzt er sich teilweise mit dem Thema Natur auseinander, in dem er es als Projektionsfläche reflektiert, die zwischen fragilem Element und „idealer Welt“ angelegt ist.

Andrea Faciu, geb. 1977 in Bukarest, aus München, Deutschland
In ihren Videoarbeiten und Installationen widmet sich Andrea Faciu der Sublimierung eingefahrener Prozesse und Handlungen. Dabei geht sie der Frage nach, welche Prozesse in Zeiten der Destabilität und Umformung auf uns einwirken. Ihr nächstes Projekt ist der Auseinandersetzung mit urbanen Strukturen gewidmet. Aktionen, Objekte und Subjektivitäten unterwandern dabei den urbanen Raum wie z.B. Passagen und Unterführungen. Neben der Frage nach der Freiheit und ihren Bedeutungen spielt hier auch der Dialog mit jüngeren Generationen eine zentrale Rolle.

In der Jury zur Vergabe der Stipendien im Bereich Bildende Kunst saßen:
Prof. Bogomir Ecker, Professor HBK Braunschweig
Prof. Corinna Schnitt, Professorin HBK Braunschweig
Prof. Prof. Franka Hörnschemeyer, Professorin Hochschule der Künste Bremen
René Zechlin, Leitung Kunstverein, Hannover
Dr. Holger Broeker, Leitung der Sammlung, Kunstmuseum Wolfsburg
Meike Behm, Leitung Kunstverein Lingen KUNSTHALLE
Dr. Claudia Fritzsche, Referentin MWK, Hannover


Die drei Klangkunst-Stipendien haben erhalten:

Darsha Hewitt, geb.1982, aus Montréal, Kanada
Die kanadische Klangkünstlerin überzeugte die Jury durch ihre hintergründige und spielerische Erfindungsgabe. Sie verwandelt bekannte und alltägliche elektronische Geräte zu Klangskulpturen und erschließt damit eine neue Sicht auf obsolet gewordene Gerätschaften der elektronischen Kommunikation. Ihre humorvollen Dramaturgien sind dabei überraschend eindringlich, indem sie Fragen zu unserem Verhältnis zur Technik und zur Schnelllebigkeit der Nutzung aufwirft.

Kabir Carter, geb. 1969, aus New York City, USA
Der in New York lebenden Klangkünstler überzeugte durch seine breit gefächerten Verfahrensweisen im Bereich installativer und performativer Praxis. Sein besonderes Interesse gilt dabei sowohl den raumakustischen Experimenten mit Materialien und Oberflächen, wie auch einer temporären Bespielung urbaner Situationen.

Nuno da Luz, geb. 1984, aus Berlin, Deutschland
Der portugiesische Klangkünstler entwickelt auf dem historischen Format des Fieldrecordings als Ausgangspunkt eine neue installative Praxis im Umgang mit energetischen Klangwelten. Die Gleichzeitigkeit von Klangentstehung und dessen Hörbarkeit an einem anderen Ort gehört dabei ebenso zum Verfahren des Künstlers wie eine umfangreiche bibliophil-dokumentarische Recherche.

Die Jury zur Vergabe der Klangkunst-Stipendien bestand aus:
Prof. Ulrich Eller, Professor Klangkunst HBK Braunschweig
Prof. Dr. Christoph Metzger, Professor Theorie der Klangkunst HBK Braunschweig
Prof. Robin Minard, Direktor des Instituts für Neue Musik, HfM Franz Liszt Weimar
Prof. Christina Kubisch, Professur für Plastik/Audiovisuelle Kunst HBK Saar, Saarbrücken
Carsten Seiffarth, Leitung singuhr Berlin
Hanna Hartman, Klangkünstlerin, Berlin
Dr. Astrid Bernicke, Musikreferentin MWK, Hannover

Zuletzt bearbeitet von Referat Presse und Kommunikation am 24.08.2012

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